Ein kurzer Leitfaden für Eltern mit hochgradig allergischen Kindern – Nahrungsmittelallergie

Ein kurzer Leitfaden für Eltern mit hochgradig allergischen Kindern – Nahrungsmittelallergie

 

Diesen Blogbeitrag möchte ich nutzen um viele verunsicherten Eltern mitzuteilen, dass ihr hochgradig allergisches Kind einiges an Ansprüchen hat. Dieser Blogbeitrag ersetzt keine Rechtsberatung und hat nicht den Anspruch der Vollständigkeit.  Zudem ist jeder Fall im Einzelnen zu betrachten, da jede Krankheitsausprägung sehr unterschiedlich ist.

 

Hochgradige Allergie mit Anaphylaxierisiko:

Kleinkinder und Kinder mit einer hochgradigen Nahrungsmittelallergie leiden an einer Erkrankung die lebensgefährlich ist. Eine Nahrungsmittelallergie, meist auf Milch, Nüsse, Ei, Fisch, Weizen, Soja usw. lösen beim Erstkontakt erhebliche allergische Reaktionen aus. Eine solche Sofort Reaktion nennt man Typ I Allergie, die mit verschiedenen Methoden bestimmt werden und in verschiedene Rast Kategorien unterschieden werden. Häufig durch die Messung der Antikörper, abgekürzt IgE, im Blut. Eine solche Reaktion endet dann meist in einer Anaphylaxie.

Die Definition ist notwendig, um den Grad der Allergie zu unterscheiden.

 

Probleme in der Gesellschaft:

Denn das häufigste Problem der Eltern mit einem hochgradig allergischen Kind, sind die, dass die Außenwelt es nicht zuordnen kann. Oft gehen viele noch von einer leichten Unverträglichkeit aus oder reden schnell von einer Laktoseintoleranz. Aber dies ist es gerade nicht. Und ein Leichtfertiger Umgang kann fatale Folgen nach sich ziehen. Hier sehe ich das größte Problem: Die Toleranz und das Bewusstsein einer solchen Erkrankung in der Gesellschaft zu schaffen. Denn Gerade in einer Zeit in der es zum Lifestyle gehört auf bestimmte Grundnahrungsmittel zu verzichten, werden betroffene Eltern und Kinder nicht ernst genommen.

 

Gesetzliche Ansprüche der Kinder

 

Behinderungsgrad:

Vielen Eltern ist oft nicht klar, dass ihr Kind eine Behinderung hat und dass die Feststellung des Grades bei dem zuständigen Versorgungsamt beantragt werden kann. Hier kommt es auch auf die Merkzeichen an. Denn das Merkzeichen ist bei Kleinkindern dann zu vergeben, wenn Sie sich ihre Notfallmedikation nicht selbst verabreichen können. Dies wird dann bei Kindern unter 12 Jahren regelmäßig angenommen.

 

Pflegegrad:

Nun hat man auch die Möglichkeit einen Pflegegrad feststellen zu lassen. Dabei ist zu beachten, dass gerade die Nahrungsaufnahme und Zubereitung erheblich erschwert ist. Ständige Arztbesuche oder Krankenhausaufenthalte und weitere Krankheiten die eine Allergie begleiten, wie Asthma und Neurodermitis werden hier bewertet.

 

Kita und Schulbegleitung:

Schließlich kommt das große Problem der Fremdbetreuung. Eine geeignete Kita zu finden ist schon sehr schwierig, weshalb viele Eltern bereits dort aufgeben. Hier kann ihnen das Jugendamt, dass für Sie zuständig ist, helfen.  Haben Sie dann endlich eine geeignete Kita gefunden, stellt sich die Frage, ob man eine Begleitung (mit oder ohne medizinische Ausbildung) bekommt. Dieses Thema ist, so wie es sich bereits andeutet, recht komplex. Aber die Antwort ist: Ja, es gibt die Möglichkeit bei entsprechender Voraussetzung, eine Begleitung für die Kita/ Schule zu erhalten.

 

Hilfe:

Es gibt Organisationen, die auf Allergien spezialisiert sind. Dort erhält man immer Rat und Hilfe.

 

Bei Fragen stehe auch ich zur Verfügung!

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